Akitas aus dem Westerwald


Thermographische Untersuchung bei Haikan

Im November 2007, nach dem abendlichen Spaziergang, konnte Haikan plötzlich sein linkes Vorderbein nicht mehr aufsetzen. Da die Nacht bevorstand, unternahm ich nichts und am nächsten Morgen humpelte er eine kleine Runde mit durchs Feld. Ich bemerkte, das er sich einlief und zum Schluß nicht mehr ganz so humpelte wie zu Beginn. Nach 3 Tagen war der Spuk vorbei und er lief wieder wie vorher.

3 Wochen später, im Dezember, hatten wir das gleiche Spiel. Auch wieder abends konnte Haikan sein linkes Vorderbein nicht mehr aufsetzen und humpelte auf 3 Beinen durch die Gegend. Ich machte mir große Sorgen, denn gerade auf den Vorderbeinen tragen sie 70 % ihres Körpergewichtes. Also fuhr ich am nächsten Tag in unsere Praxis und meine Chefin untersuchte ihn ausgiebig. Anschließend wurde er geröntgt. Auf den Röntgenbilder war nichts aussergewöhnliches zu erkennen. Er bekam Schmerzmittel und auch hier war nach 3 Tagen der Spuk vorbei. Das war zwar toll, aber irgendetwas mußte ja der Auslöser dafür sein !!

Was sollte ich machen ? Ich dachte nur, wenn es wiederkommt, muß er zum MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie), die natürlich mit einer Narkose verbunden wäre. Hoffentlich braucht er das nicht. Das Einzige was mir einfiel - ich fütterte Gelatine zu, was ja wichtiger Bestandteil von Haut, Bindegewebe, Knorpeln und Sehen ist.

Im Januar laß ich, daß bei Tier Time eine Thermographie angeboten wurde. Thermographie - was ist denn das ? Nachdem ich etwas darüber gelesen hatte, meldete ich Haikan dafür an. Er lief zwar taktrein, aber beim Aufstehen lahmte er die ersten zwei, drei Schritte lief sich dann aber ein.

Anfang März fuhr ich mit meiner Kollegin Carola Hoffmann, die die Ausbildung zur Physiotherapeutin (als Beste des Jahres) gemacht hat nach Remscheid zur Thermographie.

Frau Doleschal vom Vierbeiner-Therapiezentrum führte erstmal eine Anamnese durch und danach wurde Haikan, um eine bessere Bildqualität zu erhalten, mit Frischhaltefolie eingewickelt - ein tolles Bild !! Es wurden ca 40 - 50 Bilder "geschossen", Haikan wieder ausgewickelt, uns wurde einiges erklärt und dann waren wir auch schon fertig und konnten den Heimweg antreten.

Knapp eine Woche später kam ein Brief von Frau Doleschal mit einigen ausgewählten Bilder von Haikan. Beim anschließenden Telefonat erklärte sie mir, daß der Lymphfluß im Venenwinkel (siehe Bild) gestört sei und sich wohlmöglich eine Blockade im Karpalgelenk befinde. Nebenbefund war, daß er eine Blockade an der Wirbelsäule hatte. Sie riet zur Lymphdrainage um den Lymphfluß im Venenwinkel zu fördern und zur physiotherapeutischen Behandlung des Karpalgelenkes und der Wirbelsäule.







Darstellung des Venenwinkels (gelb eingekreist)
(Ansicht des Hundes auf den Rücken liegend)


Thermographieaufnahmen von Haikan
 
 


Gesagt, getan..... Carola behandelte Haikan ca 5 Wochen lang, 1 mal wöchentlich. Danach merkte man überhaupt nicht mehr. Er stand auf, belastet alle Beine gleich und lief normal. Bis heute !!!